Werner Schmitz' Erstling „Nahtlos braun“
kommt zu neuen Ehren.

Das Bochumer Stadtarchiv hat den Krimi in seine Ausstellung „Hundert und sieben Sachen - Bochumer Geschichte in Objekten und Archivalien“ aufgenommen. Für den Katalog zur Ausstellung hat Werner Schmitz einen unterhaltsamen Text über das Buch geschrieben..

Einer muss der Erste sein
„Ungefähr ein Vierteljahrhundert ist es her, da erschienen im linken Dortmunder Weltkreis-Verlag einige Kriminalromane, die, ganz im Geist der Zeit, spannende Unterhaltung mit Sozialkritik verbinden wollten. Fremdenfeindlichkeit, neonazistische Umtriebe und politische Korruption waren die Themen, derer sich Romane mit einschlägigen Titeln wie ‚Nahtlos braun‘ oder ‚Dienst nach Vorschuss‘ annahmen. Sie spielten im Ruhrgebiet, das sich durch die Tatort-Kommissare Haferkamp (Essen) und Schimanski (Duisburg) als Krimischauplatz etabliert hatte. Auch wenn der Kölner Emons Verlag, wo bereits 1984 Christoph Gottwalds ‚Tödlicher Klüngel‘ erschien, das Verdienst, den ersten deutschen Regionalkrimi publiziert zu haben, für sich reklamiert, so waren es doch vor allem Autoren wie Werner Schmitz, Reinhard Junge und Jürgen Pomorin (unter dem Pseudonym Leo P. Ard), die das neue Genre in der deutschen Krimilandschaft etablierten“ (DIE WELT, 5.3.2011).
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Neuauflage im August 2017 erschienen

Die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland ist eine Erfolgs-
geschichte. Als der Krimi „Tote Jäger schießen nicht“ unter dem Titel „Schreiber und der Wolf“ 2004 erstmals erschien, gab es ein einziges Wolfsrudel auf deutschem Boden. Im Herbst 2016 waren es nach offizieller Zählung 47 Rudel.


Nicht allen gefällt das. Aus der Landwirtschaft kommt heftiger Widerstand. Das ist verständlich. Besonders die Schafhalter müssen ihre Tiere gegen Wolfsangriffe mit Zäunen und Hunden schützen. Sie werden vom Staat für gerissene Tiere entschädigt.

Menschen sind durch die Wölfe bisher nicht angegriffen worden. Der Rüde „Kurti“, der zu wenig Scheu vor uns zeigte, wurde auf behördliche Anordnung getötet. Doch „Kurti“ ist nicht der einzige erschossene Wolf. Immer wieder werden illegal getötete Wölfe gefunden. Die organisierte Jägerschaft lehnt diese Gesetzesverstöße entschieden ab. Ob alle Grünröcke so denken, wage ich zu bezweifeln.

Deshalb ist es gut, dass der inzwischen vergriffene Krimi aus den Kindertagen der deutschen Wölfe jetzt vom Kosmos-Verlag neu aufgelegt wurde.